Diabetes


Bluthochdruck-Behandlung senkt Todesfälle durch Gefäßerkrankungen bei Diabetikern

Das Risiko von Herz- und Gefäßkomplikationen kann bei Diabetikern mit hohem Blutdruck wirkungsvoll gesenkt werden, wenn man eine Medikamentenbehandlung mit einem Blocker gegen Kalkablagerungen in den Gefäßen einführt (aus: New England Journal of Medicine 1).

Kardiovaskuläre Komplikationen sind die häufigste Ursache für Erkrankungen und Todesfälle bei Patienten mit Diabetes mellitus.

Die Syst-Eur Versuchsreihe hat untersucht, ob eine Behandlung mit einem blutdrucksenkenden Medikament mit dem Dihydropyridine-Blocker gegen Kalkablagerungen in Gefäßen - Nitrendipine mit Langzeitwirkung - das Auftreten kardiovaskulär bedingter Erkrankungen und Todesfälle bei älteren Patienten mit isoliertem systolischen Bluthochdruck senken könnte.

Bei Diabetes-Patienten wurde durch eine aktive Behandlung die Todesrate aufgrund aller Ursachen um 55 % gesenkt, die tödlich und nicht tödlich verlaufenden Schlaganfälle um 73 % und alle Todesfälle aufgrund von Herzerkrankungen um 63 %.

Die Autoren schließen daraus, daß die Nitrendipine-gestützte Bluthochdruckbehandlung insbesondere für ältere Patienten mit Diabetes und isoliertem systolischen Bluthochdruck vorteilhaft ist.

 

Der diabetische Fuß

Auf Schritt und Tritt dem diabetischen Fuß vorbeugen

 
Tag für Tag

Nehmen Sie sich täglich etwa 15 Minuten Zeit für die Kontrolle und Pflege Ihrer Füße, wenn bei Ihnen aufgrund von Nerven- und Durchblutungsstörungen die Gefahr eines diabetischen Fußes besteht. Bei der Suche nach Verletzungen und Druckstellen an Fußsohle und Zehenzwischenräumen ist ein Handspiegel hilfreich.

Das richtige Baden

Wenn es ans Waschen der Füße geht, verlassen Sie sich bei der Temperatur des Wassers nicht auf Ihr Wärmegefühl, sondern nehmen Sie ein Thermometer zu Hilfe. 30 bis 35 Grad sind ausreichend. Baden Sie Ihre Füße maximal 5 Minuten, da sonst die Haut aufweicht und der natürliche Hautschutz verlorengeht. Die Haut spannt und juckt, außerdem können sich Pilze und andere Krankheitserreger einnisten.

Zur Reinigung:

    · Einsatz spezieller milder Badezusätze oder
    · pH-neutraler Seife (Syndets), die den Säuremantel der Haut nicht zerstören.

Wichtig nach dem Baden:

    · gut abtrocknen und
    · anschließend eincremen

Die Haut neigt dazu, auszutrocknen. Es bilden sich feine Risse, die Ausgangspunkt für schwere Entzündungen sein können. Verwenden Sie aber nicht irgendeine Creme, sondern zum Beispiel Melkfett oder Akileine Produkte.

Die Zehennägel sollten

    · nicht abgeschnitten, sondern nur täglich mit einer stumpfen Sandblattfeile
      gekürzt werden, um Verletzungen zu vermeiden.

Bei der Hornhautentfernung

    · Verwenden Sie nur Bimsstein oder einen Hornhautschwamm, keine
      Hornhauthobel mit scharfer Klinge.
   
    · Keine Hühneraugenpflaster und -tinkturen, deren chemische Wirkstoffe die
      Haut angreifen.

Wenn Sie Probleme mit eingewachsenen Nägeln, Hühneraugen etc. haben oder Ihre Füße schlecht erreichen, ist es am sichersten, die Pflege einem medizinischen Fußpfleger zu überlassen. Wenden Sie sich direkt an eine spezielle diabetische Fußambulanz oder fragen Sie nach, ob der Fußpfleger speziell für die Behandlung von Diabetikerfüßen geschult ist.

Legen Sie besonderen Wert auf die richtigen Strümpfe und Schuhe. Strümpfe sollten keine einschnürenden Gummis oder drückenden Nähte haben und möglichst aus Naturfasern bestehen. Schuhe dürfen nicht drücken oder einengen. Kaufen Sie sie daher nicht vormittags; denn tagsüber schwellen die Füße in der Regel an - die Schuhe passen dann abends nicht mehr.

Innen müssen die Schuhe glatt sein, ohne Falten oder drückende Nähte. Kontrollieren Sie Ihre Schuhe immer vor dem Anziehen auf möglicherweise hineingeratene Fremdkörper wie Steine oder Sand. In manchen Fällen sind Spezialschuhe notwendig, die ausreichend breit sind, keine Zehenkappe, aber eine gepolsterte Innensohle enthalten. Nur wenn sie mit einem GM-Qualitätssiegel des TÜV versehen sind, handelt es sich um ein geprüftes Medizinprodukt. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie schon Fußprobleme haben.

Eine weitere Möglichkeit ist die Maßanfertigung von Schuhen durch einen darauf spezialisierten Orthopädieschuhmacher. Lassen Sie in jedem Fall den korrekten Sitz des Schuhs von Ihrem Arzt überprüfen. Denn wenn die Nerven angegriffen sind, können Sie sich nicht darauf verlassen, daß Sie Druckstellen spüren. Mit den richtigen Schuhen brauchen Sie Ihre Bewegung nicht einzuschränken. Im Gegenteil: Laufen und Gymnastik fördern die Durchblutung und wirken Schäden entgegen. Sofern aber Verletzungen bestehen, ist unbedingt eine Ruhigstellung notwendig.

 

Diabetiker benötigen mehr Vitamin C

Infos

Neuere Studienergebnisse deuten darauf hin, daß Diabetiker von einer Vitamin-C-Zufuhr, die über der für Gesunde empfohlenen Menge liegt, gesundheitlich profitieren.

Während frühe Studien noch keine Notwendigkeit für eine erhöhte Vitamin-C-Zufuhr sahen, geht man jetzt davon aus, daß eine niedrige Vitamin-C-Gewebekonzentration ein Faktor in der Pathophysiologie des Diabetes darstellt.

Der Ascorbinsäure-Status des Diabetikers hängt nicht nur von der Vitamin-C-Aufnahme, sondern auch von der Insulin-Plasmakonzentration und der Glukosekonzentration ab. So fördert Insulin die aktive zelluläre Vitamin-C-Aufnahme, ein bestehender hoher Blutzucker hemmt dagegen die Rückresorption des Vitamins in den Nieren. Dies erklärt, warum bei Patienten mit Diabetes trotz ausreichender Vitamin-C-Zufuhr über die Nahrung oft ein unerwartet schlechter Ascorbinsäure-Status vorliegt.

Durch eine zusätzliche Vitamin-C-Zufuhr konnte die intrazelluläre Sorbitol-Anreicherung, diese gilt zumindest als mitverantwortlich für die beim Diabetes auftretenden Komplikationen, verhindert werden.

 

Fehlermöglichkeiten bei der Blutzuckerbestimmung

Infos

Da die Blutzuckerbestimmung im Mikrolabormaßstab erfolgt, kann "Fahrlässigkeit" im Umgang mit Teststreifen zu folgenschweren Falschbestimmungen des Blutzuckers führen. Deshalb sollte jeder Diabetiker folgende Punkte beachten, wenn er eine Blutzuckerbestimmung durchführt:

    · Ist der verwendete Teststreifen noch haltbar?

    · Stimmt die Kodierung des Teststreifens noch mit der des Gerätes überein?

    · Funktioniert das Gerät noch richtig (Batteriewechsel, heruntergeworfen,
      naß geworden usw.)?

    · Ist genügend getrunken worden? Eine Austrocknung des Körpers bewirkt
      einen Anstieg des Hämatokrits  (Blutkörperchenvolumen). Die meisten
      Geräte messen in einem Bereich von 30 - 60 %, darüber wird zu niedrig
      gemessen.

    · Sind die Hände vor Blutentnahme gewaschen worden?

    · Werden neue Medikamente eingenommen, die unter Umständen die
      Blutzuckermessung stören können?

    · Ist der Teststreifen während der Messung im Gerät verrutscht?

    · Ist zu wenig Blut auf den Teststreifen aufgetragen worden?

    · Ist Blut mehrmals auf den Teststreifen aufgetragen worden?

    · Ist der Finger gequetscht worden, um mehr Blut zu erhalten?

    · Bei Messungen im Freien: War es zu kalt oder zu heiß?

 

Fischöl für Diabetiker

Fischölgaben auch bei Diabetes sinnvoll

Diabetiker leiden häufig an einer Hypertriglyceridämie (erhöhte Blutfettwerte)- eine der Ursachen für die hohe Rate an Herz-Erkrankungen bei Diabetikern. Gängige Lipidsenker reichen oft nicht aus, um den Lipidspiegel (Fettspiegel) zu normalisieren. Hier ist die zusätzliche Einnahme von Fischöl empfehlenswert.

Insgesamt ergab sich unter der Gabe von Fischöl-Supplementen (z.B. Ameu®) ein deutlicher Rückgang des Triglyzeridspiegels um 25 bis 30%. Gleichzeitig trat keinerlei negative Auswirkung auf die Glukose-Kontrolle auf: Weder bei Typ 1- noch bei Typ 2-Diabetespatienten wurde eine Auswirkung auf den HbA1c-Wert beobachtet. Nur der Nüchternblutzucker stieg bei Typ 2-Patienten leicht an, während sich bei Typ1-Patienten ein signifikanter Rückgang ergab.

Der Gesamtcholesterinwert und der HDL-Wert blieben unbeeinflusst, während ein schwacher Anstieg des LDL-Werts auftrat. Eine Dosis-Wirkungsbeziehung konnte vor allem bei Typ 2-Diabetes beobachtet werden. Meist wurden 3 Gramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag verwendet, was sich als sichere und effektive Dosierung erwies.

 

Fußpflege gegen den diabetischen Fuß

 Immer die richtige Fußpflege

* Inspektion:
   Füße täglich ansehen, auch von unten (Spiegel)

* Hautpflege:
   nicht zu heiß baden, regelmäßig eincremen

* Nagelpflege:
   Zehennägel täglich gerade feilen

* Hornhaut:
   nur mit Bimsstein, nie mit scharfem Hornhauthobel entfernen

* Hühneraugen:
   nur durch erfahrenen Fußpfleger behandeln lassen

* Strümpfe und Schuhe:
   auf bequemen Sitz ohne Druckstellen achten, Schuhe vor dem Anziehen innen
   austasten, nicht barfuß laufen

* Fußdeformierungen:
   frühzeitig korrigieren lassen

* Temperatur:
   keine Heizkissen, Wärmflaschen etc. verwenden

* Ärztliche Hilfe:
   auch bei kleinen Verletzungen sofort den Arzt aufsuchen

 

Zeigt her Eure Füße

Wenn Sie Verletzungen oder nässende bzw. verfärbte Stellen (Pilzinfektion) an Ihren Füßen feststellen, versuchen Sie nicht, diese selbst zu kurieren, sondern verständigen Sie umgehend Ihren Arzt.

Auch jeder routinemäßige Arztbesuch sollte Anlaß sein, Ihre Füße vorzuzeigen. Denn je früher Probleme erkannt werden, um so eher können Folgeschäden vermieden werden.

Auskunft über Fußambulanzen erhalten Sie von:

Prof. Dr. med. Ernst Chantelau
Diabetes-Fußambulanz
Heinrich-Heine-Universität
Moorenstraße 5
40225 Düsseldorf
Fax-Nummer: (0211) 811-8772

 

Hypoglykämie

Verwechslungsgefahr von Schlaganfall und Hypoglykämie

Eine schwere Hypoglykämie kann sich symptomatisch mit einem Bild präsentieren, das dem eines Schlaganfalls ähnelt. Ein Beispiel veranschaulicht, wie wichtig die Differentialdiagnose ist:

Eine Patientin wurde von ihren Nachbarn kaltschweißig und desorientiert in ihrer Wohnung liegend gefunden. Sie hatte eine halbseitige Arm und Gesichtslähmung. Der verständigte Hausarzt ordnete sofort die Krankenhauseinweisung an. In der Klinik wurde unter der Verdachtsdiagnose Schlaganfall zunächst eine Computertomographhie durchgeführt.

Erst vier Stunden später wurde auf der internistischen Station des Krankenhauses ein Blutzucker-Schnelltest durchgeführt. Dabei stellte sich eine schwere Hypoglykämie (ca. 20 mg/dl) heraus. Nach Gabe einer Infusion mit hochkonzentrierter Glukoselösung und anschließender Dauerinfusion mit 5%iger Glukoselösung kam die Patientin innerhalb weniger Minuten zu sich. Die Lähmungserscheinungen bildeten sich innerhalb von zwei Stunden zurück.

Die Patientin war Diabetikerin und nahm ein orales Glibenclamid-Präparat.

 

Insulin spritzen

...durch Hemd und Hose

Diabetiker müssen nicht umständlich den Bauchspeck freilegen, wenn sie "öffentlich" injizieren wollen - durch Hemd und Hose geht es auch. Und zwar ohne Risiko!

Voraussetzung für diese Spritztechnik, die dem Diabetiker die Injektion in der Öffentlichkeit sicherlich erleichtert, ist, daß eine ausreichend große Hautfalte gebildet wird, um intramuskuläre Injektionen zu vermeiden.

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