Reisemedizin


Reisemedizin der Marcus-Apotheke in Viersen - Dülken

Beschreibung der Malaria-Medikamente

Bitte informieren Sie sich unbedingt so genau wie möglich über Malaria und Antimalaria-Medikamente, bevor Sie die Reise antreten. Diese Seiten geben Ihnen eine gute Übersicht, ersetzen den Arztbesuch aber keinesfalls. Alle Medikamente zur Malariaprophylaxe sind verschreibungspflichtig!

Medikamente für chloroquin-resistente Gebiete:

MEFLOQUIN
Dieses Medikament ist in Deutschland und USA unter dem Namen Lariam bekannt. Die Dosierung für Erwachsene beträgt 250 mg, entsprechend einer Tablette pro Woche. Mefloquin sollte eine Woche vor Reisebeginn, während des Aufenthaltes und bis zu vier Wochen nach der Reise genommen werden.

Seltene Nebenwirkungen können beobachtet werden und äußern sich in Magen-Darm-Problemen und/oder leichte Benommenheit. Ernsthafe Nebenwirkungen sind bei der empfohlenen Dosierung nur selten beobachtet worden. Mefloquin sollte NICHT eingenommen werden wenn:

    · Sie Antiepileptika oder Psychopharmaka einnehmen,
    · Sie eine bekannte empfindlichkeit gegenüber Mefloquin besitzen.

Nach Rücksprache mit einem Arzt kann Mefloquin auch von Schwangeren und Kindern unter 14 kg eingenommen werden, wenn sich ein Aufenthalt in einem Malariagebiet nicht vermeiden läßt.

DOXYCYCLIN
Reisende, die Mefloquin nicht nehmen können, sollten als Prophylaxe Doxycyclin einnehmen. Doxycyclin wird täglich je 100 mg eingenommen, beginnend einen Tag vor betreten des Malariagebietes, während des Aufenthaltes und vier Wochen danach. Wenn Sie Doxycyclin verwenden, ist es nicht mehr nötig, weitere Mittel wie Chloroquin zu nehmen.

Mögliche Nebenwirkungen sind Lichtempfindlichkeit der Haut, wobei Sonnenbrand gefördert werden kann. Dieses Risiko können Sie herabsetzen durch tragen eines Hutes und auftragen von Sunblockern. Frauen, die Doxycylin nehmen, können für Vaginalinfektionen empfänglicher werden und sollten das mit ihrem Arzt durchsprechen, bevor sie Doxycyclin nehmen.

DOXYCYCLIN sollte NICHT eingenommen werden von:

    · Schwangeren während der ersten drei Monate,
    · Kindern unter acht Jahren oder
    · Reisende mit einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber Doxycyclin

CHLOROQUIN & PROGUANIL
Chloroquin (Resochin) wird alternativ eingesetzt von Reisenden, die kein Mefloquin oder Doxycyclin nehmen können. Cholroquin ist in Deutschland bekannt unter dem Namen Resochin. Erwachsene nehmen wöchentlich eine Dosis von 500 mg (Salz). Das Medikament sollte eine Woche vor betreten des Malariagebietes, wöchentlich während des Aufenthaltes und vier Wochen nach verlassen des Gebietes eingenommen werden. Reisende nach Afrika unter den Sahara-Gürtel sollten zusätzlich zu Chloroquin gleichzeitig Proguanil einnehmen. Die Dosis für Erwachsene beträgt 200 mg/Tag. Proguanil ist in Deutschland unter dem Handelsnamen Paludrine erhätlich.

Seltene Nebenwirkungen sind Magenscherzen, Kopfschmerzen, Benommenheit, Verschwommene Sicht und Hautausschlag. Im Allgemeinen sind diese Nebenwirkungen aber kein Grund, die Therapie abzusetzen.

Medikamente in chloroquin-sensitiven Gebieten:

CHLOROQUIN
Chloroquin alleine wird zur Prophylaxe in bestimmten Gebieten wie Nordafrika, Karibik, Südamerika, Centralamerika und Teile des Mittleren Osten. In diesen Regionen ist Chloroquin noch immer effektiv genug. Die Erwachsenendosis beträgt 500 mg (Salz) wöchentlich. Seltene Nebenwirkungen bei Chloroquin sind Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Benommenheit und verschwommene Sicht. Normalerweise sind diese Effekte kein Grund, die Therapie mit Chloroquin abzusetzen.

Mefloquin (Lariam®)

In Gebieten mit Chloroquinresistenter Malaria.
228 mg Base (250 mg Salz), oral, wöchentlich
    
< 15 kg: 4.6 mg/kg Base (5 mg/kg Salz)
15-19 kg: 1/4 Tab/Woche 20-30 kg:1/2 Tab/Woche 31-45 kg: 3/4 Tab/Woche > 45 kg: 1 Tab/Woche


Doxycyclin

Alternative zu Mefloquine
100 mg oral, täglich

> 8 Jahren:
2 mg/kg, oral/Tag, maximum dose of 100 mg/day


Chloroquine (Resochin®)

In Gebieten, wo keine Chloroquinresistenz gemeldet wurde.
300 mg Base (500 mg Salz) oral, wöchentlich
    
5 mg/kg Base (8.3 mg/kg Salz) oral, wöchentlich, max. Dosis von 300 mg Base


Proguanil (Paludrine®)

Zusammen mit Chloroquin als eine Alternative zu Mefloquin oder Doxycyclin.
200 mg, oral, täglich, in Kombination mit wöchentlicher Einnahme von Chloroquin
    
< 2 Jahren: 50 mg/Tag
2-6 Jahre: 100 mg/Tag
7-10 Jahre: 150 mg/Tag
>10 Jahre: 200 mg/Tag

 

Mückenstiche verhindern

Noch wichtiger als der medikamentöse Schutz vor dem Erreger ist der Schutz vor der infizierten Malariamücke. Sie sollten daher unbedingt ein Repellent mit auf die Reise nehmen. Den wirksamsten Schutz bietet der Wirkstoff DEET (N,N-diethyl meta-toluamide) in Lotionen und Cremes oder eine Kombination ätherischer Öle. Auch ist darauf zu achten, daß Sie während der Dämmerung und Nachts lange Kleidung tragen. Schlafen Sie unbedingt unter einem Moskitonetz und sprühen dieses eventuell noch mit einem Repellent ein. Somit gewährleisten Sie nochmal einen sehr großen Schutz gegen den Überträger der Malaria.
Impfschutz - zu Hause und auf Reisen
Impfmuffel? Nein danke!

Kontrollieren Sie Ihren Impfschutz regelmäßig!

 

Die Karten, die hier vorgestellt werden sind freundlicherweise von der Firma Pasteur Mérieux MSD, Leimen zur Verfügung gestellt worden. Sie geben eine Orientierung vor und heben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine Viruserkrankung, die zu einer Leberentzündung führt. Die Erkrankung wird durch ver-unreinigtes Wasser, Nahrungsmittel (insbesondere Meeresfrüchte, Speiseeis, Salat) und auch durch un-geschützten Sexualverkehr übertragen. Der Erreger wird über den Magen-Darm-Kanal aufgenommen und gelangt über den Blutweg in die Leber.
Die Hepatitis A Infektion erfolgt meist in Ländern mit geringem Hygienestandard. In Europa ist die Infek-tion in südlichen Ländern häufiger als im Norden. In Deutschland ist die Erkrankung eher selten, kann aber in Gemeinschaftseinrichtungen (Kindergärten, Kasernen) vorkommen.
Die Inkubationszeit beträgt 12 bis 40 Tage. Die Symtome beginnen mit Übelkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit. Dannach kann es zu einer Gelbfärbung der Bindehaut, der Haut (Gelbsucht) sowie zu einer Entfärbung des Stuhls und zu einer Dunkelfärbung des Urins kommen. Außerdem ist eine Schwellung von Leber und Milz zu beobachten.

Schutz

Kein Verzehr roher Nahrung, Obst schälen. Durch eine Impfung kann ein Schutz über etwa 10 Jahre erworben werden. Die Impfung beinhaltet 2 Injektionen innerhalb von 6 Monaten und ist gut verträglich (z.B. Vaqta¨).

Typhus

Typhus ist eine akute Infektionskrankheit, die durch bestimmte Salmonellenarten verursacht wird. Die Übertragung erfolgt durch Schmierinfektion oder verunreinigtes Wasser oder durch Lebensmittel. Die Bakterien gelangen über den Magen-Darm-Trakt in die Blut- und Lymphbahn.
In den meisten Fällen wird die Krankheit aus den (sub-)tropischen Ländern importiert. In Deutschland tritt die Erkrankung nur vereinzelt auf.
Die Inkubatioszeit beträgt 1 bis 3 Wochen. Es kommt zunächst zu Fieber, Mattigkeit sowie zu rötlichen Flecken auf dem Bauch. Die Erkrankung geht zu Beginn mit einer Verstopfung einher, nach einer Woche kommt es zu Durchfällen. Es kann zu einer Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns, des Herzens sowie der Knochen und Gelenke kommen. Die Erkrankung verläuft etwa 1% tödlich.

Schutz

Die Typhusimpfung bietet einen guten Schutz. Sie empfiehlt sich bei Reisen in Gebiete, in denen Typhus gehäuft auftritt. Der Impfstoff ist gut verträglich und wird einmal injiziert (z.B. Typhim vi¨). Bei der Schluckimpfung ist die Einnahme mehrerer Kapseln über mehrere Tage nötig. Die Schutzdauer beträgt ungefähr 3 Jahre.

Grippe

Die Virusgrippe (Influenza) tritt weltweit in lokal begrenzten Gebieten auf. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion (Husten und Niesen). Das Virus befällt zunächst den Nasen-Rachen-Raum und kann dann über die Bronchien zu einer Entzündung der Lungen führen.
Die Erkrankung ist weltweit verbreitet. Die Ansteckungsgefahr ist je nach Reisegebiet und Jahreszeit unterschiedlich hoch. In den Tropen kann die Grippe das ganze Jahr über auftreten. In der südlichen Hemisphäre dagegen besondersvon April bis September. Das Virus kann Menschen und Tiere befallen. Durch die ständige Veränderung des genetischen Materials kann das Virus der Immunabwehr entkommen. Besonders gefährlich sind kombinierte Infektionen mit bestimmten Bakterien (sog. Superinfektionen).
Die Erkrankung beginnt nach einer kurzen Inkubationszeit mit hohem Fieber, Kopf- und Glieder-schmerzen. Ein trockener Reizhusten, Schmerzen hinter dem Brustbein und eine Entzündung der Schleimhäute sind häufig. Die Erkrankung kann den Herzmuskel, das Gehirn und häufig auch die Lunge betreffen und auf diesem Wege in manchen Fällen sogar zum Tode führen.

Schutz

Ältere Menschen und chronisch kranke, abwehrgeschwächte oder besonders gefährdete Personen (z.B. Krankenpflegepersonal) sollten vor einer Reise in Gebiete mit hoher Grippeaktivität geimpft werden. Die Impfung ist sehr gut verträglich. Durch die schnelle Veränderung des Grippevirus muß die Impfung jährlich wiederholt werden. (z.B. Mutagrip)

 

Diphtherie

Die Diphterie wird durch Giftstoffe (Toxine) von Bakterien verursacht. Der Erreger gelangt durch Tröpfcheninfektion in den Nasenrachenraum, wo es zunächst zu einer lokal begrenzten Reaktion kommt. Die Erreger breiten sich über die Lymphbahnen weiter aus, und ihre Giftstoffe erreichen schließlich alle Organe des Körpers.
Die Verbreitung der Diphtherie in Mitteleuropa hat, abgesehen von den beiden Weltkriegen, stetig abgenommen. In Rußland und den baltischen Ländern ist sie jedoch seit den 90er Jahren zunehmend häufiger beobachtet worden. In Deutschland sind in den letzen Jahren immer noch vereinzelte schwere Fälle aufgetreten.
Nach einer kurzen Inkubationszeit von wenigen Stunden bis zu 7 Tagen kommt es zu einer Entzündung des Nasen-Rachen-Raums mit begleitendem Fieber. Es bilden sich weiße Beläge im Rachen, zusätzlich kommt es zu einer Anschwellung des Halses. Nach Ausschwemmung des Giftstoffes in den Kreislauf kann es zu Kreislaufversagen, zur Herzmuskelentzündung und zu Lähmungen kommen.

Schutz

Da die Erkrankung sehr häufig sehr schwer bis tödlich verläuft, ist eine frühzeitig Behandlung mit speziellen Medikamenten erforderlich. Einen sicheren Schutz bietet die Impfung, die bei Erwachsen in der Regel in Kombination mit der Tetanusimpfung erfolgt. Auch bei Erwachsenen sind immer Wiederholungsimpfungen im 10-jährigen Abstand erforderlich, um den Schutz aufrecht zu erhalten.

 


Polio (Kinderlähmung)

Die Kinderlähmung ist eine durch Viren verursachte Krankheit. Die Übertragung erfolgt durch Schmierinfektion, nach Infektion des Rachens und des Magen-Darm-Trakts kann es zur Beteiligung des Rückenmarks und des Gehirns kommen.
Die Polio kommt vor allem in tropischen Länderen vor. In Deutschland ist die Erkrankung dank guter Durchimpfung selten. Ungeimpfte oder nur unvollständig Geimpfte sollten sich impfen lassen.
Nach einer Inkubationszeit von etwas mehr als einer Woche beginnt die Erkrankung mit Halsschmerzen, Fieber und allgemeiner Abgeschlagenheit. Bei der Mehrzahl der Infizierten wird die Infektion überwunden. Bei etwa 10% kommt es jedoch zu einer Mitbeteiligung des Nervensystems mit Hirnhautentzündung und Muskelschmerzen. Die Erkrankung kann dann in das sogenannte Lähmungsstadium übergehen.

Schutz

Im Lähmungsstadium ist eine Therapie unmöglich. Als sichere Vorbeugung gilt die dreimalige Impfung im Kleinkindalter, die im allgemeinen gut verträglich ist. Auch bei Erwachsenen ist eine regelmäßige Auffrischung erforderlich. Dies ist mit einer Schluckimpfung oder Injektionsimpfung möglich.


Tetanus (Wundstarrkrampf)

Der Erreger des Wundstarrkrampfs wird im Erdboden und im Tiermist gefunden. Durch verschmutzte Wunden gelangen die Tetanussporen in den Körper. Nach der Vermehrung in der Wunde bilden die Erreger mehrere Giftstoffe, die über die Blutbahn verbreitet werden und die Krankheitserscheinungen verursachen.
Die Vorstufe der Tetanusbakterien, sogenannte Sporen, sind in der Erde und im Staub unbegrenzt lebensfähig. Die Erkrankung kommt weltweit vor, eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.
Die Inkubationszeit ist abhängig von der Zahl der eingedrungenen Keime und der Stärke der Giftbildung. Innerhalb eines Monats kommt es zu Kopfschmerzen und zur Verkrampfung der Kaumuskulatur. Schließlich kann der Mund nicht mehr geöffnet werden, alle Muskeln sind fest gespannt. Beim Ausfall der Atemmuskulatur ist eine künstliche Beatmung notwendig.

Schutz

Eine sorgfältige Säuberung der Wunde innerhalb weniger Stunden ist notwendig. Ein Antiserum ist verfügbar, es muß aber vor Beginn der Symptome eingesetzt werden. (z.B. Tetagam¨)
Einen sicheren Schutz gibt eine Schutzimpfung, die in Kombination mit der Diphtherieimpfung begonnen wird. Die Impfung muß auch beim Erwachsenen in 10-jährigen Abständen wiederholt werden.

Malaria

Die Malaria wird durch den Stich infizierter Anopheles-Mücken übertragen. Die Erreger dringen in Leber und Milz ein und durchlaufen dort ihre weitere Entwicklung. In zyklischen Abständen werden dann Erreger ins Blut freigesetzt, wodurch es zu Fieberschüben kommt.
Die Malaria gedeiht in Sumpfgebieten mit mittleren Temperaturen von 18-20 Grad. In früheren Jahrhunderten gab es auch in Mitteleuropa Malaria. In Deutschland trat sie das letzte Mal in Berlin um die Jahrhundertwende auf.
Heute ist Malaria in tropischen bzw. subtropischen Gebieten anzutreffen. Dennoch werden auch heute in regelmäßigen Abständen durch den Massentourismus Erkrankungen eingeschleppt.
Nach einer Inkubationszeit beginnt die Erkrankung mit Fieberschüben von ca. 40 Grad. Die sogenannte Malaria tropica, die vorwiegend in Afrika erworben wird, ist die schwerste Form und verursacht die meisten Todesfälle. Die Erkrankung kann durch Befall des Gehirns, des Herzens, der Leber oder der Nieren zum Tode führen.

Schutz

Die Therapie der Malaria wird durch zunehmende Resitenz der Erreger gegen die eingesetzten Medikamente erschwert. Eine prophylaktische Therapie bei Reisen in Malariagebiete kann die tödliche Infektion in den meisten Fällen verhindern. Wegen der sich rasch ändernden Resistenzlage sollten Sie vor Reiseantritt in ihrer Apotheke oder das Tropeninstitut nach geeigneten Medikamenten zur Prophylaxe fragen.

Hepatitis B

Die Hepatitis B ist seltener aber wesentlich gefährlicher als die Hepatitis A. Das Virus wird über das Blut und andere Köpersekrete infizierter Personen übertragen. Besondere Gefahren beinhalten der ungeschützte Geschlechtsverkehr, Bluttransfusionen und Injektionen mit nichtsterilen Spritzen. Das Virus gelangt über die Blutbahn in die Leber.
Die Häufigkeit der Hepatitis B variiert von Land zu Land. In Deutschland sind 0,2%, in Südeuropa 2-5%, in Afrika und Asien ca. 10-15% der Menschen infiziert. Besondere Risikogruppen sind medizinisches Personal, Drogenabhängige und Personen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern.
Wie bei der Hepatitis A kann es zu Gelbsucht mit Übelkeit und Appetitlosigkeit kommen. Die Entfärbung des Stuhls und die dunkelbraune Färbung des Urins sind gleichhäufig. Anders als bei der Hepatitis A kann die Hepatitis B in 1% der Fälle zum Tode und in 10% der Fälle zu einer chronischen Leberentzündung führen.

Schutz

Vermeidung von ungeschütztem intimen Kontakten insbesondere mit den gefährdeten Personenkreisen. Durch eine dreimalige Impfung, die sehr gut verträglich ist, kann ein Schutz für 10 Jahre erzielt werden (z.B. Gen H B Vax¨)

Gelbfieber

Gelbfieber ist eine schwere, durch Viren verursachte akute Infektionserkrankung. Die Erkrankung wird durch Stechmücken übertragen. Das Virus gelangt über die Lymphbahn in die Blutbahn. Von dort kann es in die Leber und das Nervensystem verschleppt werden.
Das Gelbfiebervirus findet sich ausschließlich in tropischen Ländern. Insbesondere in Afrika und Südamerika ist die Erkrankung häufig. In Asien gibt es kein Gelbfieber, die Impfung kann jedoch bei der Einreise aus Gelbfiebergebieten verlangt werden.
Nach einer Inkubationszeit von 3-6 Tagen tritt plötzlich hohes Fieber mit Rücken- und Kopfschmerzen auf. Nach einer vorrübergehenden Besserung der Symptome kommt es zum erneuten Anstieg des Fiebers. Es kann zu schwersten Nierenschäden, Leberschäden (Gelbsucht), zu Herz- und Gehirnbeteiligung kommen. In 80% der Fälle verläuft diese schwerste Form der Erkrankung tödlich.

Schutz

Ein sehr gut wirksamer Impfstoff kann einmalig appliziert werden. Der Impfschutz beträgt 10 Jahre. Die Impfung ist bei Reisen in Gelbfiebergebiete unbedingt empfehlenswert. Bei Schwangerschaft darf die Impfung nicht durchgeführt werden. Diese Impfung können Sie nur an bestimmten Stellen durchführen lassen. Die Adressen finden Sie im individuellen Reiseimpfplan, den Sie von uns anfordern können.

Cholera

Die Cholera wird durch ein Bakterium verursacht und ist nach großen Seuchenzügen in den letzten Jahrhunderten durch die verbesserten Hygieneverhältnisse zurückgedrängt worden. Die Bakterien werden über verseuchtes Trinkwasser, Meeresfrüchte und Lebensmittel aufgenommen. Nach der Aufnahme kommt es zur Infektion des Darms und Vergiftung durch das Gift (Toxin) des Cholerabakteriums.
Die Cholera findet sich vor allem in Ländern mit niedrigem Hygienestandard. Die Hauptausbreitungsgebiete sind Südostasien, Indien, Zentralafrika und Südamerika. In der letzen Zeit sind auch vermehrt Choleraausbrüche an den Südküsten Europas (Italien, Spanien, Portugal) beobachtet worden.
Nach einer kurzen Inkubationszeit von wenigen Stunden bis Tagen beginnt die Erkrangung mit zunächst breiigen, dann flüssigen Durchfällen. Die Durchfälle werden immer häufiger und erreichen eine Zahl von bis zu 30 pro Tag. Durch den Wasser- und Salzverlust kann die Erkrankung, wenn sie nicht behandelt wird, dann in wenigen Stunden tödlich sein.

Schutz

Bei ausgebrochener Erkrankung müssen mehrere Liter an Infusion mit Salz- und Wasserlösung gegeben werden. Als Vorbeugung gibt es eine Schluckimpfung, die gut verträglich ist. Die Impfung hat nur eine Wirkdauer von 6 Monaten und muß aus diesem Grund regelmäßig wiederholt werden.

Meningokokken-Meningitis

Meningokokken sind Bakterien und häufig Auslöser von Hirnhautentzündung. Es gibt verschiedene Erregertypen. Der Keim ist bei vielen Menschen Bestandteil der Mundflora. Die Infektion erfolgt aus dem Reservoir der eigenen Mundhöhle oder durch Tröpfcheninfektion von Keimträgern. Die Bakterien vermehren sich zunächst in den Lymphbahnen der Mundhöhle und gelangen dann in das Nervenwasser und an die Hirnhäute.
Meningokokken sind welteit anzutreffen. Die Erkrankung ist besonders häufig in Afrika, Südamerika und Asien. Die Erkrankung kann in Epidemien verlaufen, Einzelfälle häufen sich in den Frühsommermonaten.
Die Inkubationszeit beträgt 2-4 Tage. Die Erkrankung beginnt plötzlich mit hohem Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen. Schon nach wenigen Stunden beginnt sich der Nacken zu versteifen. Bei schweren Fällen kommt es zur Bewußtseinstrübung durch eine Hirnschwellung. Ohne Behandlung kommt es in 10% der Fälle zum Tod, mit Behandlung ist die Prognose besser.

Schutz

Ein Impftoff, der injiziert werden muß, bietet Schutz für 2-3 Jahre. Die Impfung ist für bestimmte Länder Afrikas und Asiens empfehlenswert. Für die in Europa vorherschenden Meningokokkenstämme gibt es zur Zeit keinen Impfstoff.

Impfstoff gegen Lyme-Erkrankung

In den USA soll Ende des Jahres ein Impfstoff gegen die durch Zecken übertragene Lyme-Erkrankung auf den Markt kommen.

Durch einen Zeckenstich können Borrelien (Borrelia burgdorferi spirochaete) übertragen werden, die beim Menschen zur sogenannten Lyme-Erkrankungen mit vielfältigen Symptomen führen können. Dazu gehören Fieber, Kopfschmerzen und neurologische Symptome. In der Frühphase kann die Infektion gut mit Antibiotika behandelt werden. Häufig wird die Erkrankung jedoch nicht rechtzeitig erkannt, und es kommt zu Spätschäden wie Herzrhythmusstörungen, Gesichtslähmungen und Arthritis.

In einer multizentrischen Phase-III-Studie wurden 10 306 Patienten zwischen 18 und 92 Jahren entweder mit zwei Dosen eines Impfstoffs (ImuLyme, Pasteur Merieux Connaught) im Abstand von vier Wochen oder mit Plazebo geimpft. Eine dritte Dosis wurde nach einem Jahr verabreicht. Ein Behandlungszyklus umfaßte damit die Saison für Zeckenstiche zweimal. In der Verumgruppe traten deutlich weniger Erkrankungen auf als in der Plazebogruppe. Der Impfstoff war gut verträglich. Als Impfreaktionen traten Kopfschmerzen und Myalgien auf.

Der Impfstoff ImuLyme basiert auf einem Oberflächenprotein von Borrelia burgdorferi, dem OspA (outer surface protein A). Ein weiterer Impfstoff wird von der Firma SmithKline Beecham entwickelt. Er basiert auf dem selben Protein und enthält zusätzlich ein Aluminiumadjuvans. Auch andere Firmen wie MedImmune entwickeln derartige Impfstoffe.

 

Reisemedizinische Informationen

"Unvorbereitetes Reisen bringt unglückliche Wiederkehr"
(J.W. von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)

"Die Deutschen gehören heute zu den reisefreudigsten Europäern". Für die meisten gilt dabei: Nichts wie weg, je weiter desto lieber. Dabei wird leicht vergessen, daß gerade entlegene Reiseziele und individuelle Reisen eine um so intensivere Gesundheitsvorsorge erfordern. Vielen Gesundheitsrisiken kann man heute durch medikamentöse Prophylaxe oder Impfung aus dem Wege gehen. Wie wichtig es ist sich zu informieren, soll folgendes Beispiel zeigen:

Laut Angaben des Robert-Koch-Institutes wurden 1997 in Deutschland 880 Malariafälle gemeldet, davon 10 mit tödlichem Ausgang. Daß es "nur" 10 Todesfälle waren, liegt an den guten medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten in Deutschland. Weltweit wird die Zahl der Todesfälle, die auf Malaria tropica zurückzuführen sind, von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf ca. 2 Millionen pro Jahr geschätzt.
Malaria ist nur eine von vielen möglichen Infektionskrankheiten.

Außerdem sind die gesundheitlichen Risiken je nach Reiseziel und nach Art der Unterbringung (5-Sterne-Hotel oder Rucksacktourist) verschieden. Das Internet bietet durch seine Aktualität gute Möglichkeiten, sich auch über akut auftretende Krankheitsrisiken und entsprechende Schutzmöglichkeiten schnell zu informieren.

Damit aus Reisefieber kein krankhaftes Fieber wird und Sie gesund aus dem Urlaub zurückkehren -
zum Thema Reisemedizinische Beratung gibt es hervorragende Angebote im Internet, auf die wir hier verweisen:

    · Fit-for-Travel (Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin der Uni
      München)
      Umfangreiche und übersichtliche Informationen zu Malariavorkommen und
      Prophylaxe, Impfempfehlungen, speziellen Gesundheitsrisiken, Klimatabelle,
      Botschaftsadressen und aktuelle Infektionsrisiken aus 230 Reisezielen,
      außerdem eine Internetadressenliste zum Thema Reise
   
    · Pflege-Mobil Mohrkirch
      Vermittlung von fachkundigem Personal als Pflege- und Begleitservice auf
      Reisen (für Kranke und Behinderte oder im Alter), (Abrechnung mit allen
      Krankenkassen)
   
    · Dr. Nexus
      Umfassende Liste von deutschsprachigen Ärzten in aller Welt
   
    · Asthmareiseführer
      Asthmareiseführer der Firma Boehringer Ingelheim, sortiert nach Ländern

Unser Partner



 

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Moselstraße 14
41751 Viersen

Tel. 02162 55674
 

 

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