Asthmaanfall: Gefahr fürs Ungeborene


Keine Anfälle riskieren
Asthmaanfall: Gefahr fürs Ungeborene
Pressmaster/Shutterstock.com

Asthmakranke Schwangere sollten auf keinen Fall ihre Medikamente absetzen und dadurch einen Asthmaanfall riskieren. Denn es droht ihnen dadurch nicht nur akute Luftnot – auch für das Ungeborene kann ein solcher Anfall gesundheitliche Konsequenzen haben.

Mehr Frühgeburten, mehr Fehlbildungen

Viele werdende Mütter verzichten in der Schwangerschaft lieber auf Medikamente, um dem Ungeborenen nicht zu schaden. Im Falle von Asthmatikerinnen erreichen besorgte Mütter damit aber genau das Gegenteil. Wer durch Weglassen der Medikamente Asthmaanfälle in Kauf nimmt, setzt sein Kind unnötigen gesundheitlichen Risiken aus, wie kanadische Forscher*innen in einer Langzeitstudie an über 100 000 asthmakranken Müttern gezeigt haben.

Die Auswertung der Daten ergab, dass es bei Müttern mit Asthmaanfällen in der Schwangerschaft häufiger zu der gefürchteten Präeklampsie und zu Schwangerschafts(blut)hochdruck kam. Folgen zeigten sich auch beim Geburtsgewicht: Frauen mit Asthmaanfällen in der Schwangerschaft entbanden häufiger zu leichte Kinder als Schwangere, deren Asthma unter Kontrolle war. Außerdem traten mehr Frühgeburten und mehr angeborene Fehlbildungen auf.

Höheres Asthmarisiko für das Kind

Auch langfristig wirkten sich die Asthmaanfälle werdender Mütter auf ihre Kinder aus: Sie litten bis zum Alter von 5 Jahren häufiger an Atemwegserkrankungen, wie Asthma oder Lungenentzündungen. Die optimale Asthmakontrolle hat bei werdenden Müttern oberste Priorität, betonen die Studienautor*innen. Ein Asthmaanfall wird deshalb wie bei einer Nicht-Schwangeren Frau versorgt. Bei schweren Anfällen empfehlen Lungenärzt*innen außerdem, lieber in das Krankenhaus zu fahren. Dort kann mit der Gabe von Sauerstoff eine Unterversorgung des Kindes rechtzeitig behandelt werden. 

Welche Medikamente sind unbedecklich?

Um Asthmaanfälle grundsätzlich zu verhindern, sollten Frauen ihre Medikamente deshalb keinesfalls einfach absetzen. Hat eine Frau Angst vor Nebenwirkungen für das Kind, holt sie am besten den Rat der behandelnden Ärzt*in oder Apotheker*in ein, sobald sie von ihrer Schwangerschaft erfährt. Meist muss die Therapie gar nicht umgestellt werden, denn gegen die häufig verwendeten inhalative Kortison-Präparate wie Beclometason gibt es keine Bedenken. Einige Medikamente sind jedoch eher ungeeignet für Schwangere. Dazu zählt zum Beispiel Kortison in Tablettenform. In seltenen Fällen verursacht es Missbildungen bei ungeborenen Kindern. Streng verboten in der Schwangerschaft sind Adrenalin und Antibiotika, wie Tetrazyklin oder Sulfonamid. Sie verursachen Herzrasen oder Fehlbildungen beim ungeborenen Kind.

Quelle: Lungenärzte im Netz, European Respiratory Journal

Unser Partner



 

zur Webseite

Unsere Partnerapotheke

Windmühlen Apotheke
Moselstraße 14
41751 Viersen

Tel. 02162 55674
 

 

News

So schützt man Kinder vor Allergien
So schützt man Kinder vor Allergien

Mit Stillen, Beikost, Säuglingsmilch

Ob gegen Nüsse, Kuhmilch, Eier oder Schalentiere: Nahrungsmittelallergien sind in Deutschland häufig. Doch mit der richtigen Ernährung im ersten Lebensjahr können Eltern ihren Nachwuchs schützen.   mehr

Tägliche Spritze senkt Gewicht
Tägliche Spritze senkt Gewicht

Extremes Übergewicht?

Abnehmen ist eine Herkulesaufgabe – besonders für schwer Übergewichtige. Doch eine tägliche Spritze unter die Haut kann ihnen dabei helfen. Und zwar ebenso gut wie eine Magenoperation.   mehr

Wann zum HIV-Test?
Wann zum HIV-Test?

Warnsignale beachten

Moderne Medikamente haben die HIV-Infektion zu einer behandelbaren Erkrankung gemacht. Die Chancen sind am besten, wenn die Infektion früh erkannt und therapiert wird. Doch welche Beschwerden sind verdächtig und wann macht ein Test Sinn?   mehr

Was hilft gegen den Husten?
Was hilft gegen den Husten?

Schleimlöser oder Hustenstiller?

Husten ist ein sinnvoller Reinigungsmechanismus. Dennoch beeinträchtigt er häufig den Nachtschlaf, trägt zur Abgeschlagenheit bei und mindert die Leistungsfähigkeit. Welche Arzneimittel zur Linderung des lästigen Erkältungssymptoms gibt es?   mehr

Tabletten und Kapseln richtig abschlucken
Tabletten und Kapseln richtig abschlucken

Einnahme-Regeln beachten

Einfach in den Mund und runter damit? Nicht ganz – denn beim Schlucken von Tabletten und Kapseln sind einige Regeln zu beachten.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Marcus-Apotheke
Inhaber Marcus Büschges
Telefon 02162/26 64 90
Fax 02162/26 64 91
E-Mail mail@marcus-apotheke.de